Makoto Ohashi über "Wissensrecycling" in Japan
Die steigende Zahl älterer Menschen in Industrienationen wird oftmals als Problem dargestellt. Dabei stellen Ruheständler, die über Jahrzehnte berufstätig waren, eine enorme Wissensressource für die nachfolgenden Generationen dar. Professor Makoto Ohashi von der Universität von Tokushima will diese Ressource "anzapfen". Mit Blick auf die Verwertung der Erfahrungen der älteren Bevölkerung spricht er von "knowledge recycling". In einem aktuellen Projekt bringt er Studierende zusammen mit Senioren aus lokalen Kommunen. In Seminaren arbeiten sie in Teams zusammen, um gemeinsam Aufgaben zu lösen und Fragestellungen zu bearbeiten.
Im Gespräch mit Jörg Heeren spricht Makoto Ohashi über die Hintergründe des Projekts und vergleicht die Perspektiven Lebenslanges Lernens in Deutschland und in Japans.
Makoto Ohashi ist Professor an der Fakultät für integrierte Künste und Wissenschaften (Faculty of Integrated Arts and Sciences ) an der Universität von Tokushima in Japan. Seit einigen Jahren widmet er sich verstärkt dem Thema Lebenslanges Lernen. Makoto Ohashi ist Mitglied im „Center for Community Revitalization “ an der Universität von Tokushima. Seine Lehrfächer sind allgemeine Biologie, Umweltstudien und Medizinische Zoologie. Außerdem unterrichtet er Senioren in Präsenzseminaren und im Fernstudium. Nähere Informationen zu Makoto Ohashi auf der Website der Universiät von Tokushima .
Literaturempfehlung: Makoto Ohashi, Takahito Saito, Masaki Ohnuma, Takanori Satoh and Norihiko Koori: Innovation of General Education for the Establishment of a Novel Gap-Sealing Course between High School and University. Journal of University Education Research, Nr. 3, 2006, S. 20–29
Dieser Podcast entstand mit Unterstützung durch Hertz 87,9 - CampusRadio für Bielefeld . Musik von Kidjazz ("Spirit Seasons"). |